Chaussee der Enthusiasten
Die letzte Show



LESEBÜHNE - 20:00 Uhr
Nur noch am Mittwoch, dem 9.12. in der Alten Kantine

Mittwoch, 31. März 2010

April, April

Morgen ist mein Tag, mit dickem rotem Filzer im Kalender umkringelt, der Tag, auf den ich das ganze Jahr hinarbeite, an dem ich früher aufstehe, um ihn auszureizen, an dem ich so viel kreative Energie verbrauche, daß sie mir für den Rest des Jahres fehlt. Und wenn ihr euch noch so sehr wappnet und auf der Hut seid, ihr habt keine Chance, mir zu entkommen. Gern würde ich jetzt schreiben, daß eure Schnürsenkel offen sind, aber ich darf erst morgen.
Darum stimmt auch folgendes ganz sicher: Wir werden mit euch in den Frühling tanzen, bis in die frühen Morgenstunden, und mit uns tanzen werden hoffentlich auch unsere Gäste, Micha Ebeling und Gotti, die ihr sicher schon kennt und Maritta Scholz von der Stuttgarter Lesebühne "get shorties", die zum ersten mal bei uns ist. Bereitet ihr einen warmen Empfang. RN

Donnerstag, 25. März 2010

Wer macht eigentlich heute mit?

Auch wir fragen uns dies jeden Donnerstag aufs Neue und sind doch meistens überrascht, immer wieder auf die altbekannten Gesichter zu treffen, die ich ja zum Beispiel schon gar nicht mehr auseinanderhalten kann. Aber das muss an mir liegen, denn bei Lichte betrachtet sind wir natürlich fünf Individuen mit je eigener Physiognomie, Körpersprache, Persönlichkeit und eigenen Texten. Eigentlich ist nur die Stimme gleich. Und eigentlich wollte ich hier auch vielmehr zur Diskussion stellen, wer der/die nervendste Moderator/in auf Radio 1 ist bzw. wer nicht. Einen ganzen Abend hat uns diese Frage am letzten Wochenende auf der Buchmesse in Leipzig nämlich beschäftigt und ich konnte mich mal wieder nicht daran beteiligen, weil ich mir einfach keine Namen merken kann, nicht mal die von denen, die ich gut finde.
S.S.

Donnerstag, 18. März 2010

CDESDDJ

Ein vorerst letztes mal wird heute unser aller Lieblings-DJ Michel die MP3-s durch die Musikabspielsoftware jagen, bevor es ihn dann in den Süden der Republik verschlägt. Wir brauchen also Nachwuchs an den Plattentellern und rufen hiermit dazu auf, euch bei uns zu bewerben. Vonnöten sind lediglich ein guter Musikgeschmack und gute Kopfnoten auf dem Abizeugnis. Gibt es die eigentlich noch, Kopfnoten? Habe gar nicht drauf geachtet bei den Zeugnissen meiner Kinder. Falls es keine mehr geben sollte, reicht für die DJ-Bewerber auch ein gewinnendes Äußeres. Apropos gewinnendes Äußeres: heute zu Gast sind zwei Urgesteine der Lesebühnenszene, Uli Hannemann und Spider, man muß keine Worte über sie verlieren.
RN

Mittwoch, 10. März 2010

Der Vorteil von Facebook ist, daß man da niemandem die Hand geben oder sich mit der Frage quälen muß, ob man ihn nicht sogar drücken sollte

Ich bin jetzt auch bei Facebook, aber ich weiß gar nicht, was ich da machen soll. Aber immerhin muß ich auch nichts machen, das ist das angenehme an sozialen Netzwerken im Internet. Im Gegensatz zum realen Leben, zur Geburtstagsfeier meiner Mutter am Wochenende zum Beispiel, wo ich die meisten Leute vor zehn Jahren oder länger das letzte mal gesehen habe. Mein Dilemma: Wem gebe ich nur die Hand, wen drücke ich? Wenn ich Tante X vor zehn Jahren gedrückt habe, wessen ich mir aber nicht sicher bin, muß ich Tante X auch diesmal drücken, sonst fragt sie sich, aus welchen Gründen ich plötzlich diese Distanz aufbaue. Und wenn ich Tante X drücke, muß ich dann nicht auch Tante Y und Tante Z drücken, obwohl ich denen vielleicht früher nur die Hand gegeben habe? Wenn ich aus Versehen jemanden Bekannten meiner Mutter drücke, dem ich früher nur die Hand gegeben habe, sieht es vielleicht so aus, als hätte ich keine Freunde und suche nun welche im Bekanntenkreis meiner Mutter. Schlimm auch: Wenn man gerade dringend aufs Klo will und sich in diesem Moment ein Verwandter zu einem setzt, um einen zu fragen, wie es denn beruflich läuft. Wie lange muß man sich dann unterhalten, bis die Entschuldigung, man müsse aufs Klo, nicht mehr wie eine Ausrede aussieht?
Wißt ihr Antworten auf diese Fragen? Wollt ihr von uns auch gedrückt werden an der Kasse? Oder ist euch ein dahingemurmeltes "Hallo" schon zu aufdringlich?
Viele Fragen, morgen wird es vermutlich viele Antworten auf ganz andere Fragen geben, wieder mit dabei ist "Gotti" und wieder sind wir in der Stenzerhalle und wieder wird es hoffentlich ein schöner Abend, bis dann. RN

Dienstag, 2. März 2010

Wir sind wieder zurück in der Stenzerhalle vom RAW-Tempel!!

Das ist eigentlich schon Grund genug, diese Woche mal wieder vorbeizuschauen. Trotzdem weisen wir hier auf unseren Überraschungsgast Gotti von Tiere streicheln Menschen hin, der uns bereits wiederholt besucht und der bei den Frauen im Publikum mit seinem Schnauzbart jedes Mal für erotische Wallungen gesorgt hat. Nicht minder wirkmächtig unser Überraschungs-DJ Michel, mit dem wir nach der Lesung bis in den Mai raven werden, sofern unsere Kräfte es denn zulassen. Eigentlich würde ich an dieser Stelle den Eintrag gerne beenden, aber diejenigen, die uns nur aus dem Skandal kennen, mache ich noch darauf aufmerksam, dass man zum RAW-Tempel R.A.W.-Tempel sagt - so wie Reichsbahnausbesserungswerk - und nicht raw-Tempel - so wie grob auf Englisch - und dass dieser in der Revaler Straße 99 unweit der Warschauer Straße liegt. Die dazugehörige Stenzerhalle befindet sich hier auf dieser Abbildung im gelben Gebäude rechts unten. Also rein zum Tor 2, das große Haus linkerhand gegen den Uhrzeigersinn umrunden und dann die letzte Tür auf der Längsseite. Da sind wir.
S.S.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Keine Olympischen Winterspiele in Berlin!!

An diesem Donnerstag starten wir unsere Kampagne gegen die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele in Berlin. Diese sind momentan zwar noch nicht geplant, aber wir wollen Fakten schaffen, bevor die da oben es tun. Das wird es uns ermöglichen, die Olympiabefürworter zu überrumpeln. Wer sich unserer Initiative anschließen möchte, der kann dies ganz einfach hier durch einen Kommentar tun, in welchem er beispielsweise erläutert, was man stattdessen in Berlin ausrichten könnte Oder dadurch, dass er morgen zu unserer Lesung in den Skandal kommt. Selten seit Saufen gegen Rechts und Kiffen gegen die Räumung der Liebigstraße 14 war politisches Engagement so vorausschauend, so effektiv und so angenehm zugleich. Für den adäquaten Soundtrack wird unser Reimport Michel sorgen, den wir extra aus Freiburg einfliegen lassen werden, damit er die Turntables mit den fettesten Beats aus dem Breisgau beschichten und euch so die Disko eures Lebens verschaffen wird. Und das nicht erst nach der Lesung, sondern auch bereits davor und in den beiden Pausen.
S.S.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Das Astra-Kulturhaus ist da hinten, wo Astra dran steht. Man kann auch erstmal gucken, bevor man uns genervte Leser fragt, die eigentlich nur deshalb

in der Kälte am Tor 1 und 2 vom RAW stehen, um nicht informierten Besuchern unserer Lesung den Weg zum Skandal zu weisen, wo wir momentan auftreten.

Manchmal denkt man, man sollte seinen Namen ändern und alles wird besser, weil man dann nicht mehr mit ständig wiederkehrenden Fragen danach gelöchert wird, ob die Initialen SZ im Blog denn für Süddeutsche Zeitung stehen oder für Swaziland. Danach stellt man fest, dass auch SS mit falschen Konnotationen verbunden ist. Aber wie soll man sich dann nennen, um Mehrdeutigkeiten bei den Initialen auszuschließen? Robert Naumann? Geht nicht wegen Royal Navy oder Route nationale. Dan Richter? Bereits durch Dean Reed belegt, auch wenn der nicht mehr bloggen dürfte. Kirsten Fuchs? Welcher Leser denkt da nicht an Kloten Flyers oder Kaufbeuren? Andreas Kampa? Abendkasse, Alföldi Kéktúra, Aujeszkysche Krankheit, Adenylat-Kinase sind nur die naheliegendsten Assoziationen, die durch ein AK beim Betrachter hervorgerufen würden. Und was ist mit Jochen Schmidt? Wer wird bei JS nicht sofort an den Freiburger Germanisten und Literaturwissenschaftler erinnert? So flüchtetet man sich aus dem SS notgedrungen in ein wenig elegantes Ste.Ser., in der Hoffnung, so alle Zweifel über eventuelle historische Anspielungen auszuschließen. Aber dann fragt man sich wieder, ob man Vor- und Zunahme nicht gleich ganz ausschreiben sollte, so wie Adolphe Hitzig, den ein Ado.Hit. nicht vom Verdacht freisprechen würde, eine braungefärbte Weltanschauung zu haben. Irgendwann erscheint dann doch wieder ein S.S. am besten. So überlässt man der Schutzstaffel wenigstens nicht das komplette Feld. Ob sich Paul Bokowski und Yvonne dieselben Fragen stellen, könnt ihr morgen persönlich in Erfahrung bringen. Da sind die beiden nämlich bei uns zu Gast, Surfpoet und Brauseboy Paul an unseren Mikros und Musikkennerin Yvonne an unseren Turntables, die allerdings vermutlich wieder aus ihrem Laptop bestehen.
S.S.