Chaussee der Enthusiasten
Die letzte Show



LESEBÜHNE - 20:00 Uhr
Nur noch am Mittwoch, dem 9.12. in der Alten Kantine

Donnerstag, 28. August 2008

Schlimmste Befürchtungen

Auch, wenn ich immer noch der letzte bin, der über unsere Aktualitäten etwas Verläßliches mitzuteilen hätte, trage ich immer noch das Kreuz, diesen Monat das Pausengirl zu spielen und kündige somit an, daß, soweit ich weiß, heute alle kommen und der Freund von Yvonne Musik auflegt. Also nicht Kjeld, sondern "Robert". Ich habe noch nicht erwähnt, daß Kirsten Fuchs heil zurückgekommen ist, allerdings habe ich es auch noch nicht gesehen. Ich finde es zuhause noch viel schlimmer als erwartet, dafür kann ich den Film "Cum mi-am petrecut sfârsitul lumii" empfehlen, der in dem autistischen Hinterwald, in dem wir als Deutsche leben müssen, allerdings nie gezeigt worden ist. JS

Mittwoch, 20. August 2008

Doamne, doamne, milueste-ne pe noi!

Nach 5 Tagen Exkursion in die Berge kamen heute bei der Rückkehr nach Craiova Heimatgefühle auf. Ich war gleich in meinem Park laufen, habe dabei als Hörverstehensübung im Radio eine orthodoxe Messe gehört und danach an meinem Kiosk, der selbstverständlich non-stop geöffnet hat, zwei Flaschen klarstes Mineralwasser aus einer hiesigen Bergquelle gekauft. Nichts bedrückt mich mehr, als daß es bald zurück in meine eklige Heimat geht, ins Land des verlogenen Lächelns. Der einzige Grund, warum ich das mitmache, ist vielleicht, daß meine Zahnpasta alle ist, und ich keine neue kaufen will, weil ich die dann schleppen müßte. Wenn ich hierbliebe, müßte ich die allerdings auch nicht schleppen, ein gordischer Knoten. Es interessiert mich überhaupt nicht, ob diesen Donnerstag die Chaussee stattfindet, oder ob Berlin von georgischen Truppen besetzt wird. Was geht es mich an, daß Stephan Zeisig Julius Fischer (Sax Royal) vertritt, der eigentlich Stephan Zeisig vertritt, aber nicht kann. Es ist mir auch völlig gleichgültig, daß Tube (Surfpoeten) Jochen Reinecke dabei vertritt, Robert Naumann zu vertreten. Von mir aus kann mich Konrad Endler (Surfpoeten) vertreten und Musik machen. Ich will mit dem allen nichts zu tun haben und protestiere noch einmal gegen die absurde Regelung, daß ich hier während meiner einzigen 3 freien Wochen im Jahr die Pausenbelustigung machen muß. JS

Mittwoch, 13. August 2008

Lala ho, paluha, ogrcal mi krpce ostiepkom!

Das war Slowakisch, Akzente kann ich nicht tippen. Aber ich kann natürlich auch Rumänisch (über manchen "a"s muß man sich einen Halbbogen denken, und unter manchen "t"s so einen senkrechten Strich): "Singura categorie de persoane mai putin satusfacute decât celibatarii cu situatie financiara buna este cea a australienilor marginalizati si fara adapost." Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, was er über diese Aussage denkt, aber ich fand sie beunruhigend. Warum ich das schreibe? Weil ich nach wie vor in der absurden Situation bin, diesen Monat das Chaussee-Blog führen zu müssen, ohne jede Fühlung zu den Ereignissen at home. Ich muß mich ja schon zwingen, die deutsche Sprache zu benutzen, und sie kommt mir vor wie alte Klamotten, die man zum Spaß nochmal anzieht, entsetzt, daß man so je rumgelaufen ist. Ich kann also nur behaupten (hörensagenmäßig), daß morgen Chausseemitbegründer Volker Strübing zu Gast sein, und daß er den Beamer benutzen wird (auf Englisch heißt das gar nicht Beamer, hab ich heute erfahren). Etwas sicherer bin ich mir bei Chausseemitbegründer und Doyen der Lesebühnenszene Andreas Gläser, den ich selber für mich eingeladen habe. Er hat neue Texte dabei und wird auch auflegen, Musik, zu der man tanzen kann, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Außerdem muß ich noch bis Montag meine nächste Tagesspiegel-Kolumne schreiben, die mit einem Berlin-Tip verbunden sein soll. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, für was ich einen Tip geben könnte. Ich mache ja schon, wenn ich in Berlin bin, nie etwas in Berlin, und von Rumänien aus kann ich da nur noch raten. JS

Mittwoch, 6. August 2008

Heute (7.8.) sind Spider und Foxy Freestyle zu Gast. Mehr weiß ich auch nicht, weil ich gar nicht in Deutschland bin, aber dazu verdonnert wurde, das hier zu schreiben. Wäre ja auch noch schöner, wenn man mal Ferien hätte. Also kommt am besten und seht selber. JS

Donnerstag, 31. Juli 2008

Heutzutage kann man ja kaum noch aus dem Haus gehen, ohne fotografiert zu werden. Jedes Handy ist ein potentieller Fotoapparat. Man möchte sagen: Wenigstens bleiben die Gedanken privat. Doch Millionen Blogger sind anderer Meinung. Freiwillig kehren sie ihr Innerstes nach außen anstatt unter den Teppich, wo es eigentlich hingehört.
Einer von ihnen ist Uli Hannemann, der seinen Blog Blök nennt, was schon darauf hinweist, wie es um Hannemanns Innerstes bestellt ist. Eines muss man aber sagen: Keiner blökt so lustig wie er. Der Rest des Internets kann im Grunde aufhören. Es reicht, den Blök zu lesen, und man ist für den ganzen Tag auf seltsam fröhliche Weise missgestimmt.
Heute blökt eben jener Hannemann im real life bei der Chaussee der Enthusiasten. Außerdem zu Gast sind Michael Bittner von der Dresdner Lesebühne „Sax Royal“ und Rigoletti, the most unknown popstar. Ein paar Enthusiasten werden wohl auch kommen.
Nicht kommen wird Stephan Zeisig, der z.Z. auf Interrail-Tour ist, wie man hier nachlesen kann. Reise-Blogs haben ja den Vorteil, dass einem der Reisende hinterher nicht erzählt, was er alles Langweiliges erlebt hat. Wir brauchen nur vorzugeben, wir hätten den Blog gelesen. Das wird bei Stephan allerdings schwerfallen, denn wie wir ihn kennen, wird er uns nach der Reise Testfragen stellen. Da hilft nur eines: Lesen!

Mittwoch, 23. Juli 2008

canicule berlinoise und MWK

Ganz Berlin stöhnt unter der Hitze. Ich kann mich an viele Sommer erinnern, aber an keinen, bei dem einen die Erderwärmung so zusetzte. Noch eine Woche über zwanzig Grad und unsere Stadt wird die ersten Hitzetoten beklagen. In solch einer Situation versteht man erst, weshalb Kirsten ihre Siebensachen gepackt hat, um die heißeste Zeit des Jahres auf Breitengraden zu verbringen, auf denen die Temperaturen noch erträglich sind: in der Arktis. Oder war es die Antarktis? Egal! Jedenfalls irgendwas mit Nordpol. Der Rest von uns muss versuchen, sich mit den Berliner Bedingungen zu arrangieren, ohne seinen Kreislauf zum Kollabieren zu bringen. Diese Woche weichen wir darum endlich wieder auf die Open Air-Bühne direkt neben unserer eigentlichen Spielstätte aus. Geht also einfach wie sonst zum RAW-Ambulatorium und dann noch ein paar Schritte weiter. Es ist nicht zu verfehlen. Als Vertretung für Kirsten haben wir übrigens Marc-Uwe Kling (MWK) gewinnen können, hinter dem sich kein Geringerer als der zweimalige Gewinner des German International Poetry Slam verbirgt. In einer seiner frühen Battles, so ein Grücht, soll er Barack Obama regelrecht auseinandergenommen haben. Wir sind gespannt, ob er uns und euch davon berichten wird. S.Z.

Freitag, 18. Juli 2008

Ansage Chaussee der Enthusiasten vom 17. Juli 2008

Stephan Zeisig, Dan Richter, Jochen Schmidt über Professorinnen, Mediaspree und melancholische Nazis.
boomp3.com