Chaussee der Enthusiasten
Die letzte Show



LESEBÜHNE - 20:00 Uhr
Nur noch am Mittwoch, dem 9.12. in der Alten Kantine

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Den Tag um 21 Uhr krönen

Der erste Impuls beim Eintrag dieses Blogs ist natürlich meistens: Darauf hinzuweisen, dass wir immer noch im schnuckligen "Skandal" lesen, wo das Bier weniger Geld kostet als im Spätverkauf.
Aber nervt das den Blogleser nicht? Zumal die Stammblogleserin; denn das hat sie ja nun schon gefühlte fünf Dutzend mal hier gelesen. Sie winkt ab, klappt den Laptop zu und verschenkt ihn an einen Nazi. Das wollen wir nicht.
Wir könnten auch was Aktuell-Politisches schreiben. Gut macht sich da immer so ein Thema wie das Minarettplebiszit in der Schweiz: Jeder hat dazu eine Meinung. Es lässt sich einfach darstellen, man kann mit den Vorurteilen über hinterwäldlerische Schweizer, Alm-Öhis, und jodelnde Minarett-Rufer blödeln. Aber wir sind ja hier nicht beim politischen Kabarett. Schweinegrippe ist "durch", wie man als Satiriker sagt, und das obwohl sie noch ganz und gar nicht durch ist. Themen wie Kinderarmut hingegen, Steuerrecht, Bildungs-Paralyse und so weiter sind oft so komplex, dass Otto-Normal-Leserin zu schnell wegklickt.
Man kann auch mal zur Abwechslung über das eigene Elend klagen: Pech bei Frauen, Stress mit dem Nachbarn, Streit mit dem Lektor, die eigene Faulheit, kuriose Erlebnisse in der Eisenbahn. Possierliche Themen, die immer wieder gut ankommen. Und doch - man erinnert sich dabei an die Zeilen aus "Eiszeit" von IDEAL:
"Alles wurde tausend Mal gesagt.
Alle Fragen tausend Mal gefragt.
Alle Gefühle tausend Mal gefühlt.
Tiefgefroren, tiefgekühlt."

Und so möchte ich eure Aufmerksamkeit auf eine Kollegin lenken, deren Lesebühne vor zwei Jahren versickert ist, die aber am 24. Dezember unser Gast sein wird, weil wir da im RAW-Ambulatorium auftreten. Sie heißt Iris Niedermeyer/Billie Silbermeier und produziert zurzeit Schlag auf Schlag sehr witzige Videos. Eines zeige ich euch hier zum Anfüttern.




DR
PS: Semikolons sind selten gebrauchte Satzzeichen. Zu selten, meinen manche. Wie ihr oben sehen könnt, muss man vor "denn" eines setzen, wenn denn "denn" mitten im Satz auftaucht. Es sei denn, "denn" wird nicht als Konjunktor verwendet. Krass, oder?

Kommentare:

  1. Corinna4.12.09

    Ich hätte da eine Rubrik zu der ich sehr gerne Eure Texte hören würde oder lesen und das wäre, der verzickte Diktator im Fernsehen. Sah ich doch in einem rumänischen Dokumentarfilm einen Spacken, der sich in Rumänien einen TV Sender zugelegt hat und vor laufende Kamera die grandiose (?) Idee hatte, Ceauscescu hätte sich mal damals in Schlammschlacht Talkshows dem Zorn des Volkes stellen sollen, dann wäre er jetzt noch an der Macht, denn das wäre ein super Ventil gewesen. Vielleicht fällt euch ja was dazu ein, dann bitte ankündigen. Auch sehr geil war die Ankündigung von N24 im Jahr 2009 sie hätten echte Nazi-Koch-Sendungen von damals zu zeigen. Hat jemand sie gesehen? Kochen mit Eva???
    Hasta la vista.

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  2. Mirko5.12.09

    Dan, in welchem Späti kaufst Du denn ein? Zeig mir den, in dem ich für ein kleines (!) Bier 1,50 zahlen soll.

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  3. Wie hieß denn gleich euer Gast diese Woche? Würde gern mehr von ihm hören.

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  4. Der Gast hieß Thilo Bock.
    www.thilo-bock.de

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  5. Anonym9.12.09

    feinsinniger Humor ist eben nix für Busfahrer. Völlig zurecht werden Busfahrer geschlagen!

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