Berliner Lesebühnen fordern:
Schokoladen schließen!
Klappt die Bürgersteige hoch!
Der Letzte macht das Licht aus!
Seit 1989 sind in Berlin Dutzende von Lesebühnen entstanden: Ensembles von Autorinnen und Autoren, die in Kneipen und Clubs ihre neuen Geschichten vorlesen.
Berlin schmückt sich gern mit diesen Veranstaltungen, die jedes Jahr von Tausenden von Berlinern und Touristen besucht werden und die inzwischen etliche namhafte Kabarettisten und Schriftsteller hervorgebracht haben.
Leider interessiert sich die Berliner Politik nicht dafür, was für die Entstehung einer solchen lebendigen Szene notwendig ist: Cafés, in denen die Getränkepreise so niedrig sein können wie der Eintritt. Kneipen, in denen Künstlerinnen und Künstler einfach etwas ausprobieren können, ohne dass es Geld abwerfen muss. Clubs, deren Betreiber sich nicht ständig sorgen müssen, wie sie die grotesken Renditen für die Hausbesitzer erwirtschaften können.
Nun soll auch der Schokoladen schließen und von der Polizei geräumt werden.
Ohne Orte wie den Schokoladen wären die Berliner Lesebühnen nie entstanden!
Bis vor wenigen Jahren konnten wir uns leicht trösten, wenn wieder einer dieser Orte schließen musste. Es gab ja noch andere. Das war einmal. Heute gibt es praktisch keine Orte mehr, an denen noch etwas entstehen könnte.
Die östliche Innenstadt nähert sich einem Zustand der Stagnation.
Wir können an dieser Stelle nicht ausführlich auf den Prozess der Gentrifizierung eingehen, den wir ohne es zu wollen selbst mit angestoßen haben. Dazu haben sich andere bereits fundierter geäußert, als wir es könnten. Doch wir sehen mit Wut, wie das allgemeine und für alle Bevölkerungsschichten geltende “Recht auf Stadt” immer mehr zum Privileg der Gut- und Besser- und Bestverdiener zu werden droht.
Die Berliner Lesebühnen und ihre Freunde beteiligen sich an den Aktionen zur Rettung des Schokoladens. Und wir bitten alle, die uns kennen, uns dabei zu unterstützen.
-> Kommt zur Demo gegen die Räumung des Schokoladens:
Dienstag 21. Februar, 17.30 Uhr
Klub der Republik, Pappelallee 81
(U-Bhf. Eberswalder Str.)
-> Stellt euch der Räumung in den Weg:
Mittwoch 22. Februar, 8 Uhr
Schokoladen, Ackerstrasse 169
(U-Bhf. Rosenthaler Platz)
EINZELPERSONEN:
Ahne
Andreas Gläser
Andreas Jeromin
Andreas Scheffler
Anselm Neft
Clint Lukas
Dan Richter
Daniela Böhle
Elis
Falko Hennig
Felix Jentsch
Frank Sorge
Frédéric Valin
Hans Duschke
Heiko Werning
Helene ‘Atta’ Hecke
Horst Evers
Ingolf Penderak
Ivo Smolak aka Ivo Lotion
Jacinta Nandi
Jochen Schmidt
Jürgen Witte
Karsten Krampitz
Konrad Endler
Lea Streisand
Maik Martschinkowsky
Manfred Maurenbrecher
Marc-Uwe Kling
Micha Ebeling
Robert Naumann
Robert Rescue
Sarah Bosetti
Sarah Schmidt
Sebastian Krämer
Stephan Serin
Thilo Bock
Tilman Birr
Tobias “Tube” Herre
Udo Tiffert
Ursus Meier
Volker Surmann
LESEBÜHNEN:
Der Frühschoppen
Brauseboys
Reformbühne Heim & Welt
Liebe statt Drogen
Chaussee der Enthusiasten
Surfpoeten
Radio Hochsee
Kantinenlesen
Lesershow Wedding
Lesedüne
Lokalrunde-Die Show mit Weltniveau
Dienstag, 14. Februar 2012
Mittwoch, 8. Februar 2012
Auch Glamour macht Abfall
Manche denken vielleicht, wir Unterhaltungskünstler hätten ein glamouröses Leben, dabei müssen wir gleich nach dem Finale die Abfalleimer auf den Gang stellen, jedenfalls, wenn wir im schönsten Theater Hamburgs auftreten würden, von dem man hier einen Ausschnitt des Backstage-Bereichs sieht, von mir fotografiert. Und im RAW haben wir nicht mal so einen Bereich, sondern bekommen von den Zuschauern den Müll nach der Veranstaltung direkt in die Hand gedrückt, und selten genug wurde uns angeboten, von den Chips und Pizzen, die sich der eine oder andere mitbringt, um unsere Texte besser genießen zu können, mitzunaschen. Das macht uns aber nichts, wir kommen nicht wegen der Pizza, sondern weil wir an das Gute glauben, auch wenn wir (ich jedenfalls) nicht wissen, ob man es wirklich groß schreibt. An diesem Donnerstag wird sich Jess Jochimsen bei uns für ein anstehendes Gastspiel in Berlin warmlaufen, noch nie war er bei einer Berliner Lesebühne zu Gast, wir sind die ersten und einzigsten. Außerdem haben wir Andreas "Spider" Krenzke gewinnen können, der inzwischen so gefragt ist, daß man sein ganzes Leben als Backstage-Bereich bezeichnen könnte, wenn man dabei nicht immer gleich an Abfalleimer denken müßte. JS
Donnerstag, 2. Februar 2012
The Walking Jochen
Hallo Musikfreund des Szene-Bezirks Berlin Prenzlauer-Berg, der du gestern bis 1Uhr nachts eine Udo-Lindenberg-Live-Platte gehört hast (ich geh mal davon aus, daß du ein Mann bist): Ja, man konnte das über 4 Stockwerke hören, ja, es wurde versucht, an deiner Tür zu klingeln. Solltest du gerade dabei gewesen sein, dich umzubringen, dann denke bitte das nächste mal daran, die Musik vorher auszustellen, denn nicht nur, daß du uns auf diese Weise sämtliche Zombies aus einem Umkreis von Kilometern (Kettenbildung!) auf den Hals hetzt (die Freunde reagieren nämlich auf Geräusche, remember?), sondern auch ich werde mich zum Quisling verwandeln (check it), wenn das noch einmal vorkommt. Aber vor allem: "Daumen im Wind" ist der weitaus bessere Soundtrack für einen Selbstmord als ein verrottetes Live-Album dieses Untoten unter den deutschen Rock-Barden. Heute unterstützen uns bei der Chaussee Klaus Cäsar-Zehrer mit einer Gonzo-Reportage über seine Bewerbung bei der Praline als Nacktmodell und Altmeister Volker Strübing, der sogar unser Februrar-Monatsgast ist. JS
Mittwoch, 25. Januar 2012
Revolution
Lieber Verfassungsschutz,
du faselst da irgendwelchen Unsinn von verfassungsfeindlichen Tendenzen bei den Linken-Politikern, die du beobachtest. Lustig finde ich in dem Zusammenhang, dass das Bundesverfassungsgericht regelmäßig Beschlüsse der Regierung kippt. Vielleicht sollte man die mal genauer unter die Lupe nehmen, also die Regierung. Und wenn du wüsstest, dass seit einigen Jahren ausgereifte Revolutionspläne in meiner Schreibtischschublade liegen, würdest du wahrscheinlich ganz schön dumm aus der Wäsche gucken.
Aber um mit gutem Beispiel voranzugehen und für Transparenz zu sorgen, stelle ich die mal hier ins Internet rein:

Auch wenn das mittlerweile einige für einen Running Gag halten: morgen sind wir wirklich alle da. Die Originale, versprochen.
du faselst da irgendwelchen Unsinn von verfassungsfeindlichen Tendenzen bei den Linken-Politikern, die du beobachtest. Lustig finde ich in dem Zusammenhang, dass das Bundesverfassungsgericht regelmäßig Beschlüsse der Regierung kippt. Vielleicht sollte man die mal genauer unter die Lupe nehmen, also die Regierung. Und wenn du wüsstest, dass seit einigen Jahren ausgereifte Revolutionspläne in meiner Schreibtischschublade liegen, würdest du wahrscheinlich ganz schön dumm aus der Wäsche gucken.
Aber um mit gutem Beispiel voranzugehen und für Transparenz zu sorgen, stelle ich die mal hier ins Internet rein:

Auch wenn das mittlerweile einige für einen Running Gag halten: morgen sind wir wirklich alle da. Die Originale, versprochen.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Manchmal spür ick - Lyrik (Titel geklaut von Micha Ebeling)
Stimmlippenknötchen und Schilddrüsendefekt
ein Zwerg, der sich am Mikro reckt
Geheimratsecken hat der eine
und irgendjemand Nierensteine
Ein anderer ist hörgeschädigt
und nach zwei Treppen schon erledigt
Alle krank an Seele und Leib
der eine ist sogar ein Weib
Eine Truppe voller Spasten
ist die Chaussee der Enthusiasten
Und trotzdem - trallallallalla
sind wir morgen alle da
ein Zwerg, der sich am Mikro reckt
Geheimratsecken hat der eine
und irgendjemand Nierensteine
Ein anderer ist hörgeschädigt
und nach zwei Treppen schon erledigt
Alle krank an Seele und Leib
der eine ist sogar ein Weib
Eine Truppe voller Spasten
ist die Chaussee der Enthusiasten
Und trotzdem - trallallallalla
sind wir morgen alle da
Donnerstag, 12. Januar 2012
Es tut mir leid
Auszüge aus Amazon- und Vorablesen.de-Rezensionen zu meinem Buch "Ich hartz dann mal ab":
"das Machwerk tatsächlich unter Qualen durchgelesen"
"weder Satire noch Selbstironie"
"Hätte er mehr das sogenannte Assi-Tv gesehen, wäre das Buch eventuell witziger geworden"
"und die Geschichten wurden mir einfach zu langweilig"
"es entwickelte sich eine starke Antipathie gegenüber dem Protagonisten"
"Ich verzichte gerne auf einen zweiten Teil"
"wie alle anderen Charaktere - ein plattes Abziehbild"
"Es ist ein totales Klischeegeschildere der derbsten Art"
"das es an vielen Stellen gewollt aber nicht ganz gekonnt komisch war"
"Fehlbuchung. Irrtum. Storno - so lautet meine Bilanz am Ende des Buches"
"Besser woanders "hartzen", aber bitte nicht mehr literarisch"
"Werde dieses Buch jetzt in die hinterste Ecke meines Regals stellen, in der Hoffnung, dass ich es irgendwann vergesse"
Highlight:
"Ich hoffe sehr, dass das Buch nicht von eben dem darin beschriebenen Langzeitarbeitslosen geschrieben wurde, denn ehrlich gesagt, fände ich es dann mehr als ungerecht, dass er damit dann tatsächlich Geld durch den Verkauf des Buches erhält"
Heute zu Gast: Gott, der mit Ahne über sich und die Welt plaudern wird. Möglicherweise hat Gott aber gar keine Zeit (ist noch niemals vorgekommen, aber man weiß ja nie) und Ahne muss in einer absurden Kabarettnummer zwei Personen auf der Bühne darstellen. Könnte lustig werden.
"das Machwerk tatsächlich unter Qualen durchgelesen"
"weder Satire noch Selbstironie"
"Hätte er mehr das sogenannte Assi-Tv gesehen, wäre das Buch eventuell witziger geworden"
"und die Geschichten wurden mir einfach zu langweilig"
"es entwickelte sich eine starke Antipathie gegenüber dem Protagonisten"
"Ich verzichte gerne auf einen zweiten Teil"
"wie alle anderen Charaktere - ein plattes Abziehbild"
"Es ist ein totales Klischeegeschildere der derbsten Art"
"das es an vielen Stellen gewollt aber nicht ganz gekonnt komisch war"
"Fehlbuchung. Irrtum. Storno - so lautet meine Bilanz am Ende des Buches"
"Besser woanders "hartzen", aber bitte nicht mehr literarisch"
"Werde dieses Buch jetzt in die hinterste Ecke meines Regals stellen, in der Hoffnung, dass ich es irgendwann vergesse"
Highlight:
"Ich hoffe sehr, dass das Buch nicht von eben dem darin beschriebenen Langzeitarbeitslosen geschrieben wurde, denn ehrlich gesagt, fände ich es dann mehr als ungerecht, dass er damit dann tatsächlich Geld durch den Verkauf des Buches erhält"
Heute zu Gast: Gott, der mit Ahne über sich und die Welt plaudern wird. Möglicherweise hat Gott aber gar keine Zeit (ist noch niemals vorgekommen, aber man weiß ja nie) und Ahne muss in einer absurden Kabarettnummer zwei Personen auf der Bühne darstellen. Könnte lustig werden.
Donnerstag, 5. Januar 2012
Warum schweigt Amnesty International?
In was für finsteren Zeiten leben wir eigentlich, wenn die Numero Uno von Deutschland, in die Ecke gedrängt von einer blutgierigen Journalistenmeute, auf etwas hinweisen muss, das selbstverständlich sein sollte:
"Es gibt auch Menschenrechte, selbst für Bundespräsidenten."
Ein Satz wie ein Faustschlag ins Gesicht all derjenigen, die kollektiv geifernd mit Schaum vor dem Mund seinen Rücktritt forderten. Zumal diese bei all der Aufregung eines vergessen oder vielmehr unterschlagen hatten: Wulffi war nach eigener Aussage einfach so "von Hannover nach Berlin gekommen". Und das soll ihm bitte schön erst mal einer von den ganzen Neidern und Mißgünstlern nachmachen, bevor sie anfangen, im Glashaus mit Steinen zu werfen.
Umfrage:
a) Wulff ist der beste Buprä aller Zeiten
b) Der beste Buprä aller Zeiten ist Wulff
c) sowohl a) als auch b) finden meine Zustimmung
Heute zu Gast bei der Chaussee der Enthusiasten: die einzige Alternative zu Wulff, der Autor der Bücher "Der Schatz im Silberblick" und "Die Schwarte Mamba" sowie Action-Leser und Dia-Vorträger bei seiner Show "Tiere streicheln Menschen": Gotti.
"Es gibt auch Menschenrechte, selbst für Bundespräsidenten."
Ein Satz wie ein Faustschlag ins Gesicht all derjenigen, die kollektiv geifernd mit Schaum vor dem Mund seinen Rücktritt forderten. Zumal diese bei all der Aufregung eines vergessen oder vielmehr unterschlagen hatten: Wulffi war nach eigener Aussage einfach so "von Hannover nach Berlin gekommen". Und das soll ihm bitte schön erst mal einer von den ganzen Neidern und Mißgünstlern nachmachen, bevor sie anfangen, im Glashaus mit Steinen zu werfen.
Umfrage:
a) Wulff ist der beste Buprä aller Zeiten
b) Der beste Buprä aller Zeiten ist Wulff
c) sowohl a) als auch b) finden meine Zustimmung
Heute zu Gast bei der Chaussee der Enthusiasten: die einzige Alternative zu Wulff, der Autor der Bücher "Der Schatz im Silberblick" und "Die Schwarte Mamba" sowie Action-Leser und Dia-Vorträger bei seiner Show "Tiere streicheln Menschen": Gotti.
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