17.06.09
Ich lief heute mit einem Freund die Straße entlang und erzählte ihm, vielmehr erklärte ihm, warum ich in einer Angelegenheit schwerwiegender Unwichtigkeit Recht hatte. Ein wenig echauffierte ich mich, um die Stimmbänder und die Stimmungsbänder in Schwung zu halten. Es war pures Emotionstraining. Vor dem Überqueren einer Straße ergab sich ein anerzogener Moment kurzer Aufmerksamkeit, um eine Kollision Auto – eigene Person zu vermeiden. In dem Moment war es plötzlich still. Es kam kein Auto. Nicht nur das, es kam auch kein Fahrrad, kein anderer Mensch, kein Hund, keine Wind, der in den Blättern der Bürgersteigbegrünung rascheln könnte. Ganz ganz still. So viele ganz ganz kann ich gar nicht hinschreiben, so still war es. Wie der Moment wo man nach dem Baden in der Ostsee den Strand entlangläuft, vom Meer weg zum Handtuch hin und plötzlich das Ruaschen im Ohr verschwindet und eine Stille sich der eigenen Sinne ermächtigt, als wäre das Meer ausgeknipst worden. So still war es.
Als ich wieder anhob dem Freund zu erklären, warum ich im Recht sei, bemerkte ich, dass nur ich gerade still gewesen war. War das schön gewesen!
Das soll euch nicht davon abhalten wie jeden Donnerstag in die Stenzer Halle zu kommen, um die große Chaussee der Enthusiasten-Show zu hören ODER endlich einmal in die Stenzer Halle zu kommen, um das erste mal in eurem Leben die große Chaussee der Enthusiasten-Show zu hören. Ich würde ja auch dort still sein, damit ihr diesen schönen Moment auch mal erleben könnt, aber ich glaube, dafür will keiner Eintritt bezahlen.
Für euch wie immer frischgekämmt und hinterm Ohr geputzt Spider und die anderen.
kifu
Mittwoch, 17. Juni 2009
Donnerstag, 11. Juni 2009
11.06.09 Fronleichnam
Ich bin total aufgeregt, weil heute donnerstag ist. Ich hatte am dienstag so ein montägliches gefühl und diese ein-tag-verschleppung hat sich bis heute gezogen. Nun ist heute aber gar nicht mittwoch, sondern donnerstag, weshalb ja heute die „chaussee der enthusiasten“ stattfindet, obwohl mir so ist, als müsste das morgen sein. Kann das ein jetlag vom zu schnellen fahrradfahren sein?
Letzte woche hat Jochen gefragt, wer überhaupt unsere startseite liest. Da waren im publikum gesichetr wie „hausaufgaben-nicht-erledigt“. Ich nehme an, ihr ward alle zu schüchtern euch zu melden. Wer heute an der kasse als erster sagen kann wie unser lieber kollege „spider“ mit bürgerichem namen heißt, der darf umsonste für lau rein. Spider is nämlich heute wieder bei uns. Er hat sicher auch bücher von sich zum verkauf an der kasse ausliegen. Da kann man kurz draufkucken und weiß dann auch wie spider heißt. Ich will ja nur wissen, wer das hier liest. Hallo! Hallo?
Außerdem ist heute mal wieder mit dabei volker strübing, bevor er wieder in die welt hinaus abendteuert. Volker strübing heißt mit bürgerlichem namen genaus so und jetzt wo er so berühmt ist, ist es zu spät sich robin flickflack zu nennen.
Bis nachher.
kifu
Ich bin total aufgeregt, weil heute donnerstag ist. Ich hatte am dienstag so ein montägliches gefühl und diese ein-tag-verschleppung hat sich bis heute gezogen. Nun ist heute aber gar nicht mittwoch, sondern donnerstag, weshalb ja heute die „chaussee der enthusiasten“ stattfindet, obwohl mir so ist, als müsste das morgen sein. Kann das ein jetlag vom zu schnellen fahrradfahren sein?
Letzte woche hat Jochen gefragt, wer überhaupt unsere startseite liest. Da waren im publikum gesichetr wie „hausaufgaben-nicht-erledigt“. Ich nehme an, ihr ward alle zu schüchtern euch zu melden. Wer heute an der kasse als erster sagen kann wie unser lieber kollege „spider“ mit bürgerichem namen heißt, der darf umsonste für lau rein. Spider is nämlich heute wieder bei uns. Er hat sicher auch bücher von sich zum verkauf an der kasse ausliegen. Da kann man kurz draufkucken und weiß dann auch wie spider heißt. Ich will ja nur wissen, wer das hier liest. Hallo! Hallo?
Außerdem ist heute mal wieder mit dabei volker strübing, bevor er wieder in die welt hinaus abendteuert. Volker strübing heißt mit bürgerlichem namen genaus so und jetzt wo er so berühmt ist, ist es zu spät sich robin flickflack zu nennen.
Bis nachher.
kifu
Mittwoch, 3. Juni 2009
Leseratten
Wer von uns nur den letzten Blog-Eintrag gelesen hat, und das ist die Mehrheit der Menschheit, muß ja denken, wir lesen keine Bücher und haben kein Mitgefühl für Mordopfer. Was habe ich da wieder angerichtet! Dabei sind wir bestimmt die Lesebühne mit den meisten internen Buchverborgungen und dem geringsten Aggressionspotential. Voll beladen kommt man jedes Mal zur "Chaussee" und dort kriegt man genausoviele Bücher aufgebrummt, wie man loszuwerden gedachte. Und meine Kollegen lesen im Gegensatz zur mir auch immer fleißig, was ich ihnen mitbringe, ich hab da so eine Hemmung, ich kann nur Bücher lesen, die ich besitze. Wenn man 2000 im Leben schafft, kann man das auch noch irgendwie bezahlen. Und auch, daß ich prinzipiell gegen alle Zeitungen bin, stimmt ja gar nicht. Ich habe ja schon mal öffentlich das Lob der "Märkischen Oderzeitung" angestimmt, leider gibts an meinem Kiosk nur die Bernauer Ausgabe, und da erfahre ich nicht, was in Seelow und Frankfurt/Oder "geht". Apropos, wer uns schreiben kann, warum diese Stadt im Volksmund Zicken-Seelow genannt wird, kommt morgen umsonst rein (sagen wir: der Erste).
Wir haben diese Woche einen Gast, über den ich mich sehr freue: Thomas Klupp, Autor von "Paradiso". Ich habe das Buch einem von uns geborgt, ich hoffe, er gibts mir zurück, denn ich weiß nicht mehr wem. Es hat mich umgehauen, eine richtig gekonnte Sache, und es erklärt nebenbei ein bißchen, warum dieses poplige Berlin irgendwann plötzlich so attraktiv wurde für Leute, die nicht von da kommen, also vor allem für Oberpfälzer und Unterfranken und wie sie alle heißen. Also, bevor Herr Klupp zu big ist für uns, und nebenan in dieser neuen Astra-Halle nach Elbow auftritt, die einmalige Chance, ihn noch einmal für den Preis einer Kinderzeitung zu sehen. JS
Wir haben diese Woche einen Gast, über den ich mich sehr freue: Thomas Klupp, Autor von "Paradiso". Ich habe das Buch einem von uns geborgt, ich hoffe, er gibts mir zurück, denn ich weiß nicht mehr wem. Es hat mich umgehauen, eine richtig gekonnte Sache, und es erklärt nebenbei ein bißchen, warum dieses poplige Berlin irgendwann plötzlich so attraktiv wurde für Leute, die nicht von da kommen, also vor allem für Oberpfälzer und Unterfranken und wie sie alle heißen. Also, bevor Herr Klupp zu big ist für uns, und nebenan in dieser neuen Astra-Halle nach Elbow auftritt, die einmalige Chance, ihn noch einmal für den Preis einer Kinderzeitung zu sehen. JS
Donnerstag, 28. Mai 2009
Die Stasi hat Napoleon vergiftet
Wenn die Stasi nicht in den 60ern diesen Chef vom Ohnesorg-Theater erschossen hätte, wäre die RAF nicht gegründet worden und wir wahrscheinlich auch nicht. Und man wird gleich wieder "unpolitisch" genannt, wenn einen das kalt läßt. Tatsächlich stellt es für mich einen inneren Kraftakt dar, mich für die Hysterien der Bundesrepublik zu interessieren. Viel tiefer hat mich die Enttäuschung von Trixi getroffen, als beim Schulfest genau vor uns der Mann vom Büffelreiten verkündete, daß wir alle nicht mehr drankämen, nach 15 Minuten anstehen voller Vorfreude! Und dann war auch noch die Belohnungs-Milch beim Kuhmelken alle, nachdem sie so schön die Kuhattrappe gemolken hatte, das hat mir förmlich das Herz zerrissen. Und so geht es ja immer weiter im Leben, eine Enttäuschung nach der anderen. Das wichtigste Schulfach wird deswegen auch heißen: Mit Enttäuschungen umzugehen zu lernen. Angeblich schreibt die Zeitung ja über unsere Gegenwart, ich denke, das Gegenteil ist der Fall, als Faustregel gilt: über alles, was wirklich wichtig ist, steht nie ein Wort in der Zeitung, weil die Sprache der Zeitung dazu da ist, uns an der Wahrnehmung der Welt zu hindern. Die "Chaussee" wird dem heute wieder entgegenzuwirken versuchen, auch wenn es eine Sahnesyphonisus-Arbeit ist, zumal ich weiß, daß die meisten der heute wieder vollständig vorhandenen Chaussee-Mitglieder zwanghafte Zeitungsleser sind, aber noch nie einen Roman von Beckett angerührt haben, was für ein Irrsinn! JS
Donnerstag, 21. Mai 2009
Geschenke oder nicht Geschenke
Himmelfahrt gilt als das schwarze Schaf unter den deutschen Feiertagen: Keine Geschenke, Kremserkutschen mit Drogenkonsumenten und laut statistischem Bundesamt gibt es an keinem Feiertag so viele Verkehrsunfälle wie zu Himmelfahrt. Ob das Statistische Bundesamt da nicht seine dreckigen Finger im Spiel hat? Beweisen können wir es nicht. Ebensowenig können wir physikalisch erklären, wie Jesus damals in den Himmel gedüst sein soll. War dieser gewiefte Fuchs wieder mal schlauer als seine Jünger, nachdem er sie schon mit seinem Scheintod veräppelt hatte. Und nun stellte mit einer Flugmaschine selbst da Vinci in den Schatten. Sein Dad hatte ihm jedenfalls im "Himmel" einen Platz neben seinem Thron freigehalten, und wer kann das heutzutage schon noch von seinem Dad behaupten?
Wir werden heute abend, wie immer in den letzten neun Jahren, neue Traditionen für diesen jedes Mal wieder überraschend im Kalender auftauchenden Feiertag erfinden. Ihr dürft natürlich dabei sein. Die Stenzerhalle des RAW ist wie geschaffen dafür. Vorschläge für schöne Traditionen könnt ihr heute abend am offenen Mikro abgeben oder hier unter der Kommentarfunktion. Der Vorschläger der schönsten Tradition bekommt von uns ein Geschenk, um auch mal den Teufelskreis der Geschenkelosigkeit dieses Tages zu durchbrechen.
Unser berühmte Gast-DJ Michel legt heute wieder moderne Tanzmusik auf. Zieht eure Stiefel aus und addet uns beim Tanz als Freunde.
Wir werden heute abend, wie immer in den letzten neun Jahren, neue Traditionen für diesen jedes Mal wieder überraschend im Kalender auftauchenden Feiertag erfinden. Ihr dürft natürlich dabei sein. Die Stenzerhalle des RAW ist wie geschaffen dafür. Vorschläge für schöne Traditionen könnt ihr heute abend am offenen Mikro abgeben oder hier unter der Kommentarfunktion. Der Vorschläger der schönsten Tradition bekommt von uns ein Geschenk, um auch mal den Teufelskreis der Geschenkelosigkeit dieses Tages zu durchbrechen.
Unser berühmte Gast-DJ Michel legt heute wieder moderne Tanzmusik auf. Zieht eure Stiefel aus und addet uns beim Tanz als Freunde.
DR
Donnerstag, 14. Mai 2009
Endlich wieder Chaussee

Diverse Kinder sitzen schon in den Startlöchern, wenn man den Mutterleib mal so bezeichnen darf, und wir nutzen die Verschnaufpause, um vollständig anzutreten. Das Jahr neigt sich schon wieder seinem Ende zu, aber es wäre noch zu früh für eine abschließende Bilanz. Ich habe meinen Balkon jedenfalls nach fünf Jahren Zaudern mit einem Topf Lavendel bepflanzt, Heilpflanze des Jahres 2008 und gut bei Unruhezuständen. In Neustrelitz habe ich diese Eisentür entdeckt, vermutlich ein Sicherungskasten. Ein Schlossermeister hat sich Gedanken gemacht, wie die Scharniere aussehen müßten, um in einer eindeutigen Sprache zu sagen: "Strom!" Welche Lebenskrisen hat er mit dieser künstlerischen Leistung sublimiert? Das ist die Kreativität, von der wir leben, Poesie ohne Umwege, nicht glamourös, aber nützlich. Mögen unsere heutigen Texte gut geölte Scharniere sein, für die Türen unserer Gastfreundschaft, wie Sarah Kuttner schreiben würde. JS
Donnerstag, 7. Mai 2009

Ich hätte in Spanien bleiben sollen, denn hier habe ich sofort wieder einen Schnupfen bekommen. Was das bedeutet, kann nur ermessen, wer auch schon einmal unter so einer heimtückischen Krankheit gelitten hat. Die Texte, die ich wegen Ermattung nicht schreiben kann, hämmern mir von innen an die Schädeldecke. Heute abend wird es also wieder ein Mikrobenphon für mich und Dan geben und eins für die Gesunden. Mit letzten Kräften werden wir in den "Tag der Befreiung" reinfeiern.
Das Bild zeigt meiner Meinung nach ein Beispiel für falsches Latein (neben einem Beispiel für die Peinlichkeit von Werbeagenturen). Der erste, der das hier aufklärt, bekommt heute eine Freikarte. (Da sage noch einer, wir seien eine unpolitische Veranstaltung).
JS
Das Bild zeigt meiner Meinung nach ein Beispiel für falsches Latein (neben einem Beispiel für die Peinlichkeit von Werbeagenturen). Der erste, der das hier aufklärt, bekommt heute eine Freikarte. (Da sage noch einer, wir seien eine unpolitische Veranstaltung).
JS
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